Trance

Trance (engl.: tɹæns; lat. transire, hinübergehen, überschreiten) ist eine elektronische Musikkategorie, die sich bis Anfang der 1990er Jahre geformt hat und sich nach den harmonisch entsprechenden Akkorden und Melodien richtet. Gemeint sind hier insbesondere lange beruhigende und atmosphärische Klangteppiche. Prinzipiell ist Trance eng mit Ambient verwandt, jedoch meist rhythmusorientierter und tanzbarer. In der Regel befindet sich der Tempobereich bei 128–140 Schlägen pro Minute.

Musikalische Wurzeln (1970er)

Die Wurzeln der Trance-Musik sind auf die 1970er zurückzuverfolgen, auf die Werke von der deutschen elektronischen Band Kraftwerk wie Autobahn (1974) oder Trans Europe Express (1977) und des italienischen Pioniers Giorgio Moroder, vor allem erkennbar in seiner 8-minutigen Version von I Feel Love aus dem Jahre 1977. Da Trance engverwandt mit Ambient oder Berliner Schule ist, sind auch die deutschen Pioniere Klaus Schulze und Can hervorzuheben, die in ihren elektronischen Kompositionen atmosphärische Klangteppiche erzeugt haben, die wiederum zur Charakteristik von Trance gehören. Zudem veröffentlichte Eberhard Schoener im Jahre 1977 sein elektronisches Rockalbum Trance-Formation, darin enthalten ist die gleichnamige Single Trance-Formation sowie Falling In Trance. Etwas träumerisch analysiert sich Eberhard: „Diese Musik schildert meine ganz persönlichen, subjektiven Erfahrungen und Empfindungen meiner häufigen reisen nach Südostasien, insbesondere eine Expedition durch Nepal bis an die tibetanische Grenze.(…) Diese Musik hat mit Trance zu tun.

Die Wurzeln des Trance

Anfang der 90er Jahre entwickelte sich in Frankfurt am Main der sog. ‘Sound of Frankfurt’ aus dem auch der typische Frankfurter Trance Sound entstand. Pioniere aus dieser Zeit waren allen voran DJ Dag, der zusammen mit Jam El Mar das erfolgreiche Projekt Dance 2 Trance bildete, aber auch Sven Väth (“L’esperanza”) der mit seinem Eye-Q/Hardhouse-Sound ebenfalls stilbildend mitwirkte. Auch die Kult-Location Dorian Gray – welches später auch Homebase des legendären Technoclub’s von Talla 2XLC wurde – war Dreh- und Angelpunkt des Frankfurter Trance-Sounds. Talla’s Label-Verbund Music Research (mit Sublabeln wie Tetsuo) gilt ebenfalls als einflussreiches Label aus dieser Zeit. Ein weiterer Name ist natürlich auch der Erfolgsproduzent Thorsten Fenslau, der mit der kommerziellen Seite des Frankfurter Sounds große Erfolge feiern konnte. Einen Gegenpol zu Frankfurt bildete zu dieser Zeit Berlin, grade um die Personen Cosmic Baby, Kid Paul und Paul van Dyk, sowie dem Label MFS. Erst Jahre später schwappte Trance auch nach England und den Niederlanden über.